Ich habe noch nie in meinem Leben Marmelade gekocht. Liegt wahrscheinlich daran, dass ich kein Marmeladenesser bin.

Aktuell sind wir aber gerade in Schorndorf, wo Marcs Familie ein paar Obstwiesen besitzt. Wir haben beim Mähen geholfen und die Sträucher mit Johannis-, Joster- und Brombeeren haben mich dann wohl doch verführt. Also habe ich fleißig gepflückt und beschlossen zum ersten Mal Marmelade zu kochen, noch dazu im Bus.

Marmelade kochen im Wohnmobil

Zutaten für 5 mittelgroße Gläser:

1kg Früchte (ich habe überwiegend Johannisbeeren, dazu noch ein paar Brombeeren und Jostabeeren genommen)
1 Päckchen Gelierzucker 2:1

Zubereitung:

Auf der Packung des Gelierzuckers steht praktischerweise eine Kochanleitung auf der Rückseite. Da kann man nicht viel falsch machen.

Ich nehme erstmal einen großen Sieb, um die Beeren gründlich zu waschen und von Stielen, Blättern u.ä. zu befreien.

Die gewaschenen Beeren gebe ich nun in einen großen Topf und schütte den Gelierzucker dazu. Nun drehe ich die Gasflamme auf die höchste Stufe und rühre und püriere die Beeren, bis sie kochen. Ich habe keinen elektrischen Pürierstab, außerdem möchte ich die Beeren nur grob zerkleinern. Deswegen nutze ich hierfür unseren manuellen Pürierstab*, der sich auch für Kartoffelstampf wunderbar eignet.

Unter Rühren werden die Beeren aufgekocht. Ich lasse sie knapp fünf Minuten köcheln und rühre dabei immer um, damit nichts anbrennt oder überkocht.

In der Zwischenzeit bereite ich die Marmeladengläser vor. Marcs Tante hat mir aus ihrem großen Gläserbestand einige Gläser abgegeben. Da habe ich mir fünf mittelgroße ausgesucht, sie ausgespült und dann ins geschlossene Spülbecken gestellt. Oder man holt sich diese* Gläser. Mit unserem Wasserkessel* koche ich Wasser auf und fülle jedes Glas randvoll mit dem kochenden Wasser. Auch in die Deckel gebe ich kochendes Wasser. Dafür muss ich zweimal Wasser abkochen.

Ist meine Marmelade fertig gekocht, nehme ich unsere saubere Grillzange* und schütte das Wasser aus den Marmeladengläser – aber Vorsicht, die sind richtig heiß! Jetzt kann ich die Marmelade einfüllen und sofort mit den Deckeln fest verschließen. Achtung, jetzt sind die Gläser noch heißer!

Nach dem Zuschrauben drehe ich die Marmeladengläser um und lasse sie knapp fünf Minuten so stehen. Danach stelle ich sie wieder auf den Boden und lasse die Gläser abkühlen, bevor ich sie verräume.

Beim Aufräumen checke ich nochmal alle Deckel auf festen Verschluss. Bei dem großen Glas, hat sich der Deckel ständig wieder aufgedreht, also hat sich nicht richtig verschließen lassen. Das Glas ist dann direkt in unsere Frühstückskiste in den Kühlschrank gewandert und wurde heute direkt getestet.

Marc ist begeistert und ich habe mir auf meinen *Achtung schwäbisch* Häfffäzopf auch etwas zum Probieren drauf und siehe da – superlecker! Marcs Tante hat sich zudem riesig gefreut, dass jemand die Beeren geerntet und verarbeitet hat. Fünf Marmeladengläser für knapp 1,- (0,70€ für den Gelierzucker, der Rest für Gas und Wasser) – was will man mehr?

Regional, biologisch, lecker – das mache ich wieder!

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2 Kommentare

  1. Genauso.

    Wenn Ihr euch mal die ganzen „Frucht“ Joghurt anschaut… da sind keine 5% echte bsp. Erdbeeren drin. Dann lieber Naturjoghurt und ein paar Früchte rein pressen… dann ist es „Frucht“ Joghurt

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